Das Ehrenamt ist und bleibt eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Wie lebendig und unverzichtbar dieses Engagement vor Ort ist, zeigte sich eindrucksvoll beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Reza Asghari bei der Freiwilligen Feuerwehr Werlaburgdorf.
Die Feuerwehrkameraden empfingen den Abgeordneten in einer offenen und kollegialen Atmosphäre. Ortsbrandmeister Matthias Hartlich sowie Frank Oesterhelweg präsentierten mit sichtbarem Stolz ihre historische Pferdespritze aus dem 19. Jahrhundert in dem unlängst eingeweihten Kleinen Spritzenhaus. Insgesamt sind schon gut 1500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet worden – weitere folgen. Das sei, so Asghari, „ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was Gemeinschaft leisten kann“.
Im anschließenden Austausch wurde deutlich, wie vielfältig und engagiert die Feuerwehr aufgestellt ist. Reza Asghari nutzte die Gelegenheit, gezielt Fragen an die Einsatzkräfte zu stellen – unter anderem zu den aktuellen Herausforderungen im Einsatzdienst, zur Nachwuchsgewinnung sowie zu den Rahmenbedingungen für das Ehrenamt. Besonders hervorgehoben wurde dabei die starke Nachwuchsarbeit: Mit einer aktiven Schüler- und Jugendfeuerwehr sichert die Feuerwehr im Ort langfristig den Fortbestand des Brandschutzes. Auch die steigende Zahl von Frauen im aktiven Dienst unterstreicht den gesellschaftlichen Wandel innerhalb der Feuerwehr.
Die Einsatzbilanz zeigt die Relevanz der Arbeit: Im vergangenen Jahr wurde die Freiwillige Feuerwehr Werlaburgdorf zu insgesamt 49 Einsätzen alarmiert – vielfach in Zusammenarbeit mit anderen Wehren der Gemeinde. Ein Großteil der Ausstattung, bis hin zu einem Fahrzeug, wird durch Eigenleistung und Spenden finanziert.
Neben den Erfolgen wurden jedoch auch Herausforderungen angesprochen. Insbesondere zunehmende bürokratische Hürden und finanzielle Belastungen stellen viele ehrenamtlich getragene Vereine vor große Probleme. Genehmigungsverfahren, Auflagen und Gebühren erschweren gemeinschaftsstiftende Veranstaltungen und beeinträchtigen die Eigenständigkeit der Vereine.
In diesem Zusammenhang richteten die Feuerwehrmitglieder einen klaren Appell an die Politik:
„Lasst uns mehr Freiräume, reduziert bürokratische Hürden und unterstützt das Ehrenamt auch finanziell – damit Engagement wieder attraktiver wird.“
Der Besuch machte nach Aussage des Bundestagsabgeordneten Reza Asghari deutlich: „Ohne das Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft um ein Vielfaches ärmer. Gerade die Freiwilligen Feuerwehren leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Sicherheit, Zusammenhalt und Gemeinschaft vor Ort. Sie verdienen nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche Unterstützung.“